Kennen Sie das? Spätestens in der Silvesternacht werden Sie auf der Feier von Freunden und Bekannten nach Ihren guten Vorsätzen für das neue Jahr gefragt. Viele meiner Bekannten antworteten auf die Frage:

„Ich möchte mit dem Rauchen aufhören“ oder „Ich würde mich gern gesünder ernähren“ oder aber „Ich muss mehr Sport treiben“.

Vielleicht haben Sie sich auch Vorsätze überlegt und sind ganz stolz auf sich, wenn Sie diese 14 Tage nach Beginn des neuen Jahres noch nicht gebrochen haben. Das neue Jahr ist gerade ein paar Tage alt und schon bekommen die ersten von uns Stress, weil die Vorsätze nicht umsetzbar sind oder einige feststellen, dass sie sich zu viel vorgenommen haben. Um Vorsätze oder Ziele wirklich umzusetzen, sollten diese vor allem realisierbar sein und nicht zu übertrieben. Statt 5x die Woche ins Fitnessstudio zu gehen, wäre 2x für den Anfang auch eine gute Idee. Wer Süßigkeiten liebt und weiß, dass er ohne schwer auskommt, könnte damit beginnen, den Konsum einzuschränken, statt ganz darauf zu verzichten.

Meines Erachtens sollt der Wunsch nach Veränderungen weniger an einen Tag, wie den 31.12. oder den ersten Tag des neuen Jahres, festgemacht werden. Wir können jeden Tag neu entscheiden, Dinge, die uns nicht mehr gut tun, zu verändern. Dafür braucht es weder den letzten, noch den ersten Tag des Jahres.

Während viele Menschen im Januar auch durch die regnerischen und verschneiten Tage noch eher erschöpft und müde sind, rennen andere schon 5x die Woche ins Sportzentrum, um die übermäßigen Pfunde von Weihnachten abzutrainieren. Dabei sehnt sich der Körper und auch der Geist mal nach einer Ruhepause, in dem man einfach mal alle Fünf gerade sein lässt und nichts tut. Wann haben Sie sich das letzte Mal Zeit genommen, um nichts zu tun und nur Ihre Träume beobachtet?

Um gesund und fit durchs Jahr zu kommen, ist es empfehlenswert, den Januar wirklich ruhig angehen zu lassen, öfter auszuspannen und nur den nötigen Aktivitäten nachzugehen. Den Tag bei einer Tasse Tee ausklingen zu lassen oder bei einem heißen Bad kann hier mehr bewirken, als das volle Sportprogramm und eine radikale Ernährungsumstellung.

Wenn Sie sich die Antworten meiner Bekannten ansehen, fällt Ihnen was auf?

Ich möchte
Ich würde gern…
Ich muss…

Für mich klingt das wahnsinnig anstrengend. Ich muss, habe ich schon lange aus meinem Wortschatz gestrichen. Ich möchte, klingt zwar nett, aber nicht wirklich kraftvoll, um wirklich am Ziel dranzubleiben. Ich würde gern… bedeutet eher, könnte man mal in Betracht ziehen.

Wenn Sie sich neue Ziele gesetzt haben für dieses Jahr oder dieses noch tun wollen, achten Sie auf Ihre Wortwahl. Formulieren Sie die Sätze immer so, als wäre das Ereignis bereits eingetreten. Bleiben Sie in der Gegenwart und achten Sie auf eine positive Ausdrucksweise.

An den oben genannten Beispielen könnte das, wie folgt formuliert werden:

„Ich höre jetzt mit dem Rauchen auf“.
„Ich ernähre mich gesund“.
„Ich treibe mehr Sport“.

Bleiben Sie geduldig mit sich und nehmen Sie sich liebevoll in den Arm, auch wenn die Umsetzung der Vorhaben noch nicht ganz erfolgreich verläuft. Gönnen Sie sich Ruhe, um Kraft zu tanken für die kommenden Monate. Es lohnt sich.